Lernzeiten – Lernen in der Schule als wertvolle Ergänzung zum Unterricht
Lernzeiten
Die Lernzeiten finden fest im Stundenplan statt und werden von Lehrkräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der OGS begleitet. In dieser Zeit bearbeiten die Kinder Übungs- und Vertiefungsaufgaben zu aktuellen Unterrichtsinhalten.

Dabei geht es nicht nur um das "Abarbeiten" von Aufgaben, sondern vor allem um:
selbstständiges Arbeiten
das Planen und Einteilen von Zeit
das Überprüfen eigener Ergebnisse
das Einholen von Hilfe, wenn etwas noch unklar ist
Die Lehrkräfte stehen während der Lernzeiten als Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter zur Verfügung, geben Rückmeldungen, unterstützen individuell und helfen den Kindern, passende Lernstrategien zu entwickeln. So können Schwierigkeiten früh erkannt und aufgefangen werden.
Hausaufgaben in Klasse 3 und 4 – bewusst dosiert
In den Klassen 3 und 4 gibt es weiterhin klassische Hausaufgaben. Diese sind in Umfang und Häufigkeit begrenzt und dienen vor allem dazu,
Gelerntes zu festigen (z.B. Lesen, Rechnen, kleine Übungsformate),
Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen,
Routinen aufzubauen.
Während Lernzeiten begleitet in der Schule stattfinden, sollen Hausaufgaben zu Hause in angemessener Zeit möglichst selbstständig erledigt werden können.
Der elterliche Auftrag – schulisches Lernen aktiv unterstützen
Erfolgreiches Lernen gelingt nur in gemeinsamer Verantwortung von Schule und Elternhaus. Deshalb bitten wir Sie ausdrücklich, das schulische Lernen Ihres Kindes aktiv zu begleiten:

Halten Sie Lernzeitinhalte und Hausaufgaben zu Hause nach (z.B. durch Nachfragen, Einsicht ins Heft oder kurze Wiederholungen).
Achten Sie darauf, dass Aufgaben zuverlässig erledigt werden.
Unterstützen Sie Ihr Kind beim Aufbau guter Lerngewohnheiten (fester Arbeitsplatz, feste Zeiten, überschaubare Lernphasen).
Besonders wichtig ist das regelmäßige Üben beim Lesen und Kopfrechnen zu Hause. Diese grundlegenden Kompetenzen können im Unterricht und in den Lernzeiten angestoßen werden – sie benötigen jedoch tägliche Übung im häuslichen Umfeld, um sicher und automatisiert zu werden. Kurze, dafür regelmäßige Übungseinheiten sind hierbei wirkungsvoller als seltenes langes Lernen.

Warum wir auf Lernzeiten setzen
Lernzeiten schaffen mehr Bildungsgerechtigkeit, weil alle Kinder die Möglichkeit haben, mit professioneller Unterstützung zu üben. Sie entlasten Familien, fördern die Eigenverantwortung der Kinder und stärken nachhaltige Lernprozesse. Gleichzeitig ermöglichen sie uns Lehrkräften, gezielt auf individuelle Lernstände einzugehen.
Wir sind überzeugt: Lernzeiten sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu selbstständigen, motivierten und starken Lernerinnen und Lernern – getragen von einer verlässlichen Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus.

